Betörend leichte Kost: Graupenrisotto mit Mangold und Birne

by Madam Rote Rübe

Nachdem ich durch den Garten gegangen war, stand fest, dass die Tage Mangoldgemüse auf den Tisch kommt. Mangold, der Methusalem unter den Gemüsesorten. Bereits 4000 Jahre im Anbau, feiert er in unserer heutigen Zeit ein furioses Comeback und das völlig mit Recht. Einfach, schnell zubereitet und auch dankbar im Gemüsebeet, frischt er viele Gerichte mit seinem speziellen intensiven Aroma auf.

Von seiner Blattstruktur und seinem Geschmack erinnert er an Spinat und kann auch ohne weiteres so zubereitet und verwendet werden, doch die Verwandschaftsverhältnisse liegen etwas anders, denn botanisch ist er mit der roten Rübe oder Zuckerrübe verbandelt. Während wir hier die Wurzelknollen essen, gibt es beim Mangold nur die Stiele und Blätter zum Verzehr.

Früher ging Mangold gar nicht so an mich dran, doch das Gericht, welches ich Dir heute vorstelle, habe ich schon dreimal dieses Jahr in leichten Abwandlungen mit wachsender Begeisterung zubereitet.

Es ist einfach eine perfekte Kombination, der Mangold mit den zarten Graupen und der süßen Birne. Wenn Du gerade keine Birne parat hast, auch Apfel oder Rosinen verschenken ihr liebliches Aroma.

Da wirst Du bestimmt auch ganz schwach, die frischen Zutaten im Topf schmecken göttlich. Greifen wir also jetzt nach Mangold, bis Oktober hat er noch Saison.

Madam Rote Rübe - Graupenrisotto mit Mangold und Birne

Nachdem ich durch den Garten gegangen war, stand fest, dass die Tage Mangoldgemüse auf den Tisch kommt. Mangold, der Methusalem unter den Gemüsesorten. Bereits… Bunte Landküche Betörend leichte Kost: Graupenrisotto mit Mangold und Birne European Drucken
Zutaten für: 2 Personen
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Zutaten

 

100 g trockene Gerstengraupen
400 g Mangold
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Birne
1 EL Olivenöl
120 ml Gemüsebrühe
Meersalz
frisch gem. schwarzer Pfeffer
2 EL Schmand optional

So geht es

Graupen in der 2-3 fachen Menge Salzwasser aufsetzen und ca. 20 Minuten bei mittlerer Temperatur garen.
Mangold gründlich waschen, durch die grobe Struktur der Blätter befindet sich häufig reichlich Sand an ihm. Die weißen Stiele von den Blättern entfernen und in ca. 1 cm Stücke schnippeln, die Blätter in grobe Streifen von ca. 2-3 cm schneiden. Birne waschen, mit Schale vierteln, Kerngehäuse entfernen und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein würfeln, im erhitzten Olivenöl in einer größeren Pfanne kurz andünsten, dann mit den Mangoldstielen 3 Minuten anbraten. Die Mangoldblätter dazugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen, zugedeckt 5 Minuten dünsten. Die Birnenscheiben hinzufügen und nur kurz miterhitzen, damit sie nicht zu weich werden.
Graupen abgießen, wenn noch Flüssigkeit vorhanden ist und unter das Gemüse rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nach Wunsch Schmand unter das Gemüse rühren oder separat dazureichen.

Graupen erinnern mich immer an den Graupeneintopf mit Rindfleisch, doch offensichtlich sind sie viel zu schmackhaft, um weiterhin im Schatten des Eintopfs herumzudümpeln.
Kommen Graupen manchmal auf Deinen Küchenzettel und wenn, was bereitest Du damit zu?

Liebe Grüße aus dem Gemüsegarten, der jetzt langsam für den Herbst hergerichtet wird, Deine

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8 Kommentare

Anna Labeille- Backen,Kochen mit Leidenschaft 16. September 2015 - 6:36

Liebe Sigrid, das klingt ja interessant dein Graupenrisotto und sieht super lecker aus. :o) Ich kenne die Graupen auch nur als Rindfleischeintopf. Also das Rezept werde ich ausprobieren,tolle Idee. LG Anna

Antworten
Madam Rote Rübe 16. September 2015 - 11:38

Liebe Anna,
das freut mich sehr, dass ich Dir die Graupen schmackhaft gemacht habe. Viel Spaß beim Ausprobieren. Vielleicht gibst Du mir eine kleine Rückmeldung.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Anonym 22. September 2015 - 10:49

Liebe Sigrid,

wir haben es gestern gegessen und waren sehr begeistert. Ein paar Parmesanspäne haben es noch vollkommen gemacht. Kompliment!

Liebe Grüße
Sabine aus Krefeld

Antworten
Madam Rote Rübe 22. September 2015 - 11:32

Liebe Sabine,
Ihr macht mich ganz stolz, Euer Feedback freut mich so sehr. Vielen Dank. Eine gute Idee mit den Parmesanspänen, Kreativität und der eigene Geschmack ist ja immer gefragt beim Kochen.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Krisi 23. September 2015 - 17:32

Oh das sieht aber köstlich aus, ein super Rezept. Ich hab noch Graupen ZUhause, das probiere ich=)
Liebe Grüsse,
Krisi

Antworten
Madam Rote Rübe 23. September 2015 - 18:21

Hallo Krisi,
vielen Dank. Ich würde die Graupen unbedingt für dieses Rezept verwenden, auf diesen Einsatz haben sie bestimmt nur gewartet.
Liebe Grüße Sigrid

Antworten
Peter 14. September 2018 - 19:50

Wunderbar – genau zur rechten Zeit 2018 noch einmal gepostet!
Meine (übrigens dank Kompostanbau ausgesprochen prächtig geratenen und schon mehrmals beernteten) Mangoldstauden fächelten mir heute sattes grünes Zustimmungslicht in einer Vielfalt neuer, großer Blätter, welches sich, dementsprechend, wacker bis ins fertige Gericht erhielt; ein guter Nachbar hatte mich kürzlich mit seinen Birnenüberschüssen bedacht, wovon auch genau die richtige Menge in meinem Keller zur Verarbeitung nachgereift war; und die Graupen in meinem Schränkchen hissten ebenfalls ihr „Wir-sind-mehr-als-bereit“-Fähnchen…
Was soll ich sagen; es hat, noch dazu an einem sehr voluminösen, pimentgewürzten Tomatensalat, dementsprechend geschmeckt:
Einfach Wunderbar!

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Madam Rote Rübe 15. September 2018 - 8:37

Lieber Peter,
das ist wirklich wunderbar: Deine Rückmeldung, dass es Dir geschmeckt hat, hab vielen Dank dafür, und Deine Zuwendung zu diesem bestimmt nicht alltäglichen Gericht. Was für ein Glück, dass kräftig wachsender Mangold, Birnen und Graupen vorhanden waren – ich sag ja, ein gut bestücktes Gartenbeet und eine stattliche Vorratshaltung ist Gold wert.
Ganz liebe Grüße
Sigrid

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