Bauern-Vollkorn-Krusti – rustikal, knusprig und voller Schmackes

by Madam Rote Rübe
Madam Rote Rübe - Bauern-Vollkorn-Krusti - knusprig und rustikal

Innen zart und saftig, außen knusprig und rustikal aufgerissen. Dazu ein spektakulärer und aromatischer Geschmack – so darf ein Bauern-Vollkorn-Krusti sein. Gebacken ist er aus Weizenvollkornmehl mit einem kleinen Anteil Roggenvollkornmehl für ein herzhafteres Aroma. Und außer Frischhefe, Wasser, Salz und ein Würfelchen Butter kommt sonst nichts hinzu. Vielleicht noch Geduld für einen Vorteig, denn davon profitieren diese Krustis enorm.

Wir sind soooo begeistert, sie sind einfach himmlisch. Wir haben sie verschlungen!!!
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Madam Rote Rübe - Bauern-Vollkorn-Krusti - knusprig und rustikal

Madam Rote Rübe - Bauern-Vollkorn-Krusti - knusprig und rustikal

Gut Essen kann so einfach sein

Wenn du zu denen gehörst, die immer eine zusätzliche Portion Vollkorn mit all seinen Ballaststoffen und Nährstoffen schätzen, wirst du auf den Geschmack, das tolle Mundgefühl und die Beschaffenheit dieses Bauern-Vollkorn-Krusti nicht mehr verzichten wollen. Gleichwohl bilden sie in einem gemischten Brotkorb einen herzhaften Kontrapunkt zu hellen Brötchen.

Selbst nach zwei oder drei Tagen schmecken sie so gut wie frisch. Zwar nicht mehr knusprig, aber solltest du sie auf den Toaster legen, ist das Manko wieder behoben und die Kruste wie neu. Habe ich bereits erwähnt, dass du sie gut einfrieren kannst? Jederzeit solch ein Brötchen zum heißen Eintopf oder dampfenden Suppe genießen, das hat eindeutig was.

Kleinigkeiten, aber oho

Zuerst wird ein Vorteig angesetzt, der sich bei einer normalen Raumtemperatur von etwa 22°C am wohlsten fühlt. Er dient der Hefevermehrung, der Geschmacksentwicklung und der späteren Frischhaltung.

Ich bearbeitete den Teig, Vorteig wie Hauptteig, mit den Händen – hier geht es vor allem ums gründliche Vermischen, da braucht es keine Küchenmaschine. Bevor jedoch das Vollkornmehl an den Hauptteig kommt, ließ ich es noch mit der hinzugefügten Flüssigkeit eine Stunde quellen.

Dieser Autolyseteig ist ein sogenannter Nullteig, weil er ohne Triebmittel angesetzt wird. Er verhilft Weizenvollkornmehl, aber auch Dinkelvollkornmehl, zu mehr Struktur. Der Kleber bildet sich im Teig heraus, ohne dass du voller Kraftaufwand kneten musst. Damit gewinnst du nur. Keine aufwendigen Knetaktionen, kein grober trockener Vollkorngeschmack, sondern du bekommst Brötchen mit einer schönen luftigen Porung. Saftig, wie man sie sich nur wünschen kann! Lang frisch bleibend und gut aufzubewahren.

So wird das Bauern-Vollkorn-Krusti rustikal

Damit das Bauern-Vollkorn-Krusti herrlich rustikal aufreißt, benötigst du eine spezielle Technik. Diese fand ich bei den Krustis auf dem Blog Hefe und mehr. Im Prinzip super easy. Du formst aus 100 g großen Teiglingen eine 30 cm lange Rolle, drückst sie etwa 7 cm flach zu einem Band und schneidest es quer durch. Jetzt setzen wir die zwei Teigstücke von 7×15 cm Größe aufeinander und rollen sie von der schmalen Seite auf. Zum Gehen legen wir sie mit dem Schluss nach unten auf ein bemehltes Geschirrtuch. Erst zum Backen drehen wir sie um, damit sie willkürlich aufreißen können.

Madam Rote Rübe - Bauern-Vollkorn-Krusti - knusprig und rustikal

Klar bin ich neugierig! Wenn du dieses Rezept ausprobierst, hinterlasse mir gerne einen kleinen Kommentar, wie es dir gefallen hat. Ich freue mich darauf.

Madam Rote Rübe - Bauern-Vollkorn-Krusti - knusprig und rustikal

Bauern-Vollkorn-Krusti

Zutaten für: 10-11 Stück
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Zutaten

Vorteig:
130 g Weizenvollkornmehl
70 g Roggenvollkornmehl
1 g Frischhefe
200 g Wasser, 28°C warm

Quellteig (Autolyse):
450 g Weizenvollkornmehl
300 g Wasser, 45°C

Hauptteig:
Vorteig
Quellteig
5 g Frischhefe
14 g Meersalz
20 g Butter, weich

Sonstiges:
Roggenvollkornschrot zum Wälzen der Brötchen

So geht es

Die Zutaten für den Vorteig 5 Minuten vermischen und für 10-12 Stunden abgedeckt bei Raumtemperatur reifen lassen.

Für den Quellteig Weizenvollkornmehl und Wasser vermischen und 30-60 Minuten quellen lassen.

Für den Hauptteig die Zutaten von Hand gründlich vermischen und abgedeckt 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen. Nach 30 Minuten dehnen und falten.

10-11 Teiglinge von etwa 100 g Gewicht mit der Teigkarte abstechen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche jeden Teigling zu einer 30 cm langen Rolle rollen. Diese ca. 7 cm breit flachdrücken, halbieren, so dass zwei Stücke von etwa 7x15 cm vor uns liegen. Beide Teigplatten übereinander legen und von der schmalen Seite her aufrollen. Im Roggenschrot wälzen und mit Schluss nach unten auf ein bemehltes Geschirrtuch oder Bäckerleinen legen. Dieses in Falten legen, um die Teiglinge zu stützen. Die Teiglinge abdecken und etwa 40 Minuten gehen lassen.

Den Backofen mit einem Backblech 30 Minuten auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Teiglinge mit Abstand und Schluss nach oben auf das heiße Backblech setzen. Mit Dampf in den mittleren Bereich des Backofens einschieben, die Temperatur sofort auf 220°C herunterregeln und die Brötchen in 25 Minuten goldbraun backen.

Brotbacken ist so wahnsinnig befriedigend, wie schade, viele trauen sich nicht ran. Dabei kannst du mit diesen einfachen Hefe-Brötchen garantiert bei Familie und Freunden punkten. Schau dir genau ihr Gesicht an, wenn sie zum Frühstück in solch ein Bauern-Vollkorn-Krusti hineinbeißen. Hinreißend!!!

Lass es dir gut schmecken.

Mit einem knusprigen Gruß aus der Brotbackstube

 

14 Kommentare

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14 Kommentare

Claudia 8. September 2020 - 11:02

Liebe Sigrid,hmmmm,sehen die wieder lecker aus! Herzlichen Dank für das Rezept dazu! Mal gespannt, wann ich mal zum nachbacken komme!
Ich wünsche Dir einen schönen Tag!
♥️ Allerliebste Grüße, Claudia ♥️

Antworten
Madam Rote Rübe 8. September 2020 - 12:31

Vielen Dank, liebe Claudia,
wie schön, dass Dir meine Brötchen gut gefallen.
Auch Dir einen schönen Tag,
liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Ulrike 8. September 2020 - 18:25

Ich finde ja auch, dass Brotbacken auch sehr befriedigend und entspannend. Die Krusties sehen zun ‚reinbeißen aus

Antworten
Madam Rote Rübe 8. September 2020 - 19:03

Vielen Dank, liebe Ulrike,
da gebe ich dir gerne recht, denn wenn ich meine Laune etwas anheben will, muss ich nur in die Küche gehen und backen. Gleich sieht die Welt freundlicher aus.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Irmi 8. September 2020 - 20:01

Liebe Sigrid
Deine Vollkornbrötchen schauen mega lecker aus. Ich werde mir auch mal Zeit dafür nehmen und sie nachbacken. Danke für das Rezept.
Ganz liebe Grüße von Irmi

Antworten
Madam Rote Rübe 9. September 2020 - 9:31

Vielen Dank, liebe Irmi,
ich bin gespannt, ob sie dir genauso gut schmecken werden wie mir. So ein knuspriges Brötchen zum Frühstück hat eindeutig einen hohen Genussfaktor.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Heidi 8. September 2020 - 22:32

Das hört sich so einfach an . Da ist die Frage warum macht man sie nicht selber echt berechtigt.
Und sie sehen auch total lecker aus . Echt klasse :))
Danke für´s teilen das Rezept drucke ich mir morgen direkt mal aus 😉
LG heidi

Antworten
Madam Rote Rübe 9. September 2020 - 9:32

Vielen Dank, liebe Heidi,
ich freue mich, dass sie Dir so gut gefallen.
Manchmal ist einfach eine kleine Hemmschwelle da, die überwunden sein will. Wenn wir dann mal mit dem Teig beginnen, läuft der Rest ganz von alleine.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Jesse-Gabriel 12. September 2020 - 1:03

Wow, sehen die wieder gut aus, werden ganz bald nach gebacken.
Die könnte ich jetzt noch Nachts um 01:00 Uhr essen.
Liebe Grüße,
Jesse-Gabriel

Antworten
Madam Rote Rübe 12. September 2020 - 8:21

Holla, das klingt gut, lieber Jesse-Gabriel,
du hast einen gesunden Appetit. Ich hätte mich auch gewundert, wenn es anders gewesen wäre, sobald du diese Krusti erblickst. Hab vielen Dank für deinen lieben Kommentar.
Ganz sonnige Grüße
Sigrid

Antworten
Kerstin 14. September 2020 - 12:38

Liebe Sigrid, diese tollen Brötchen werden noch diese Woche nachgebacken!! Super sehen die aus!! Eine Frage habe ich noch: Was machst du mit der restlichen Frischhefe? Ewig kann man sie ja nicht im Kühlschrank aufheben.Hast du eine Idee? Vielen Dank schon einmal für die Antwort!! Liebe Grüße Kerstin

Antworten
Madam Rote Rübe 14. September 2020 - 13:48

Oh ja, liebe Kerstin,
wie schön, dass du diese Brötchen backen willst, das freut mich sehr. Ich bin gespannt, wie sie dir schmecken werden.
Meine restliche Frischhefe friere ich in klitzekleinen Mengen luftdicht in meinen Eiswürfelschalen ein. Mit etwas warmer Flüssigkeit ist sie bei Bedarf wieder ruckzuck aufgetaut und kann ganz normal zum Backen verwendet werden.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Margit 29. Oktober 2020 - 16:34

Hallo Mme Rote Rübe,
die Krusties habe ich schon mehrmals backen „müssen“. So was Leckeres ud Knuspriges einmalig. Statt Weizen habe ich mangels desselbigen Dinkel benutzt. Auch das ist möglich. Tolles Rezept und die Herstellung macht mir sehr viel Spaß. Gelingen tun sie immer und dann der Geschmack erst….. Danke dir für Deine Kunst übliches Backwerk auf Vollkorn umzumodeln.

Antworten
Madam Rote Rübe 30. Oktober 2020 - 8:31

Liebe Margit,
danke, danke, danke für deine wunderschöne Rückmeldung, wie toll, dass du so begeistert bist von diesem Rezept. Ich kann es direkt nachvollziehen, diese Brötchen sind klasse. Bei so viel „müssen“ durch die Familie „schmunzel“, macht es ja riesig Spaß zu backen, also lass sie dir und deiner Familie weiterhin gut schmecken.
Liebe Grüße
Sigrid

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