Dieser hübsch aussehende Bratapfelkuchen mit Eierlikör-Mandelfüllung ist der Blickpunkt jeder Kaffeetafel. Saftiger Teig, und süß-säuerliche Äpfel, die mit Eierlikör-Mandeln gefüllt sind, schmecken einfach himmlisch. Kein Wunder, dass Apfelkuchen immer hoch geschätzt ist. Jetzt wissen wir, warum.
Dazu eine kleine Geschichte über den Bratapfelkuchen mit Eierlikör-Mandelfüllung
„Wir suchen den Zauberhut, können Sie uns den Weg weisen?“ Von überall her strömten die Fragenden in das klitzekleine Dorf, obwohl es etwas abseits der üblichen Routen lag. Die Alteingesessenen kannten das Prozedere schon. Schließlich war Erntezeit, die Apfelernte im vollen Gange.
Die pure Zauberei
Jetzt begannen die Auswärtigen nach Tante Friedas „Zauberhut“ zu forschen. Ja, hier wurde gezaubert. Wer nicht an Zauberei glaubte, hier wurde er bekehrt.
Frieda backte die besten Apfelkuchen des Landes, keine Frage. Doch ihr berühmter Bratapfelkuchen suchte absolut seinesgleichen, nichts und niemand konnte es mit ihm aufnehmen. Duftwogen von Zimt, Mandeln und Nelken, dazu das Brataroma der wohlriechenden Äpfel umgaben stets Frieda. Von der Küche aus strömten sie durchs ganze Café bis auf die Straße hinaus.
Deshalb lautete der Hinweis der nach dem Weg Befragten, kurz und bündig: „Immer der Nase nach.“ Daraufhin stellten die Gäste ihre Limousinen ab, gingen schnuppernd mit immer länger werdenden Himmelfahrtsnasen, die sie fleißig in die Luft hielten, durch die drei Straßen des Dorfes, bis sie vor dem schnuckeligen Café standen.
Nicht lange darauf saßen sie bereits in dem gemütlichen niedrigen Gastraum vor dem ersehnten Stück Bratapfelkuchen. Ein Kuchen, in dem rotbäckige Äpfel, frisch vom Baum geerntet, hingebungsvoll im süßen Nussteig versanken. Dabei waren ihre Bäuchlein mit einer herrlichen Füllung prallvoll. Nur die Stiele schauten noch vorwitzig hervor.
Beste Zutaten gehören dazu
In dem kleinen Cafe „Zauberhut“ führte Tante Frieda ein eisernes Regiment. Für ihre Apfelkuchen bekamen nur die besten Zutaten Zutritt in die Küche.
So mancher raunte hinter vorgehaltener Hand, dass es dort nicht mit rechten Dingen zuginge. Schießlich wäre die Anschmachterei dieses Bratapfelkuchens wirklich eine Schande. Vielleicht lag es auch daran, dass Frieda stets einen pfiffigen Schlapphut trug, der Einfluß ihrer französischen Urgroßmutter ließ sich nicht verleugnen.
Auf jeden Fall lachten ihre Gäste von einem Ohr zum anderen, wenn sie voller Genuss ein großes Stück Bratapfelkuchen in ihren Mund schoben. Natürlich gekrönt mit Schlagsahne. Ein Schluck aromatischer Kaffee floss gleich hinterher. Alle fanden, dass das Leben so richtig schön wäre.
Die Rezeptidee, nun abgewandelt, fand ich auf: Mein schönes Land bloggt von der Zeitschrift „Mein schönes Land“.
Zutaten
Für die Äpfel:
8 mittelgroße Äpfel
100 g fein gehackte Mandeln
1 TL Zimt
50 g Akazienhonig
50 g weiche Butter
4 EL Eierlikör mit Honig
Für den Teig:
200 g weiche Butter
150 g Akazienhonig, geschmacksneutral
1 TL Vanille
1 Prise Salz
4 Eier
170 g Weizenvollkornmehl oder 100 g Weizenvollkornmehl und 70 g Weizenmehl Type 405
3 TL Backpulver
150 g gemahlene Mandeln
1 TL Zimt
1 Msp. gemahlene Nelken
Außerdem:
Butter und Semmelbrösel für die Form
Puderzucker nach Belieben zum Bestäuben
1 Becher Schlagsahne
So geht es
Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Darauf achten, dass die Äpfel noch mit einem Stiel versehen sind. Äpfel waschen und jeweils die Deckel mit dem Stiel, ca. 1 cm dick, abschneiden. Mit einem Apfelentkerner das Kerngehäuse entfernen und noch einen kleinen Trichter mit einem scharfen Messer formen.
Gehackte Mandeln mit Zimt, Honig, Eierlikör und Butter vermischen, jeweils ca. 3 TL in die Äpfel füllen, Deckel wieder darauflegen. In eine gefettete Auflaufform oder Backform setzen und im Ofen ca. 20 Minuten backen.
Für den Teig die Backform gut einfetten und mit Semmelbrösel ausstreuen.
Butter in einer Rührschüssel mit den Quirlen des Mixers geschmeidig rühren, nach und nach Honig, Vanille, Salz unter Rühren hinzufügen, bis eine gebundene Masse entsteht. Jedes Ei etwa ½ Min. auf höchster Stufe unterrühren. Mehl mit Backpulver, Zimt, gemahlenen Nelken und Mandeln mischen und rasch mit der Buttermasse vermengen.
Teig in der Backform glatt streichen.
Die heißen Bratäpfel mit zwei großen Löffeln in die Teigmasse stellen, der erste Apfel mittig, die anderen gleichmäßig am Rand verteilt, leicht hineindrücken.
Bei 160°C im Ofen ca. 40 Minuten backen, mit einer Stäbchenprobe feststellen, ob der Kuchen fertig gebacken ist.
Kurz in der Form noch lassen, wenn er leicht abgekühlt ist, herausnehmen.
Mit Puderzucker bestäubt servieren. Wer mag, reicht noch Schlagsahne dazu.
Hallo, wie gefällt dir dieses Rezept? Hinterlasse mir gerne einen kleinen Kommentar. Solch eine Rückmeldung ist immer interessant für andere Leser und äußerst motivierend für mich. Ich freue mich darauf, hab vielen Dank.
In einem bequemen Ohrensessel sitzend, schließlich muss auch mal eine Verschnaufpause sein, bevor es an den nächsten Bratapfelkuchen geht, genieße ich das Leben.
Viele liebe Grüße
8 Kommentare
Hallo liebe Sigrid, also ich kenne ja schon viele Bratapfelrezepte, aber mit Eierlikör und Mandeln mmmhhh, das muß ich mal ausprobieren. Das Cafe Zauberhut und Tante Frieda, da würde ich jetzt auch gerne sitzen und mich bezaubern lassen von ihre Backkünsten. Liebe Grüße Anna
Liebe Anna,
dann lass uns zusammen hingehen, das wird bestimmt lustig. Freut mich, dass Du den Kuchen ausprobieren möchtest, Eierlikör und Mandeln sind aber auch eine herrlich leckerschmecker Kombination, da kann ich nie widerstehen. Vielen Dank für Deine netten Worte.
Liebe Grüße Sigrid
Das hört sich so lecker an…muss ich mal nach backen.
LG, Diana
Wie schön, Diana, dass Du ihn mal ausprobieren willst. Mit diesem Bratapfelkuchen holst Du Dir ganz schnell vorweihnachtliche Stimmung in die Küche.
Liebe Grüße Sigrid
Oohh, Deine Kuchen sehen immer so köstlich aus! Es wird echt langsam Zeit, dass ich mal ein Rezept von Dir ausprobiere! Wenn ich doch nur beim Backen keine zwei linken Hände hätte!!!! 😉
Liebe Wallygusto,
was für ein schönes Kompliment, wie lieb von Dir, hab vielen Dank. Nur Mut, ich bin überzeugt, wenn Du Schritt für Schritt nach dem Rezept vorgehst, kommt zum Schluss ein wundervoller, leckerer Kuchen heraus.
Ganz liebe Grüße
Sigrid
So einen guten Apfelkuchen habe ich noch nie vorher gegessen!
Liebe Vaula,
das ist ein Lob, dass mir wie Schlagsahne bei einem Kätzchen herunter geht. Vielen Dank.
Liebe Grüße
Sigrid