Wie das duftet: Kräuter-Vollkorn-Brötchen mit einem Potpourri der Natur

by Madam Rote Rübe

Bist du in Kräuter verliebt? Dann nichts wie ran an diese köstlichen Kräuterbrötchen, randvoll mit dem gesunden Grün der Natur. In ihnen tummeln sich viele bekannte Kräuter aus dem Garten wie Schnittlauch und Petersilie, doch auch von der Wiese, z.B. Knoblauchrauke, Sauerampfer und Gänseblümchen stellen sich hier ein. Nimm einfach die Kräutlein, die du kennst.

Doch eins weiß ich genau, diese Brötchen sollten jetzt im Frühling in keinem Brotkorb fehlen, fluffig, locker, weich, dazu mit einer krossen Kruste, oha, da kommt Madam Rote Rübe direkt ins Schwärmen.

Schau mal in dem oberen Bild: Eine kleine Anzahl Wiesenkräuter und zwei Gartenkräuter stellen sich vor. Aus allen Ecken sprießt es momentan hervor, überreichlich versorgt die Natur uns mit den Vitamincocktails. Eine  Kennenlernparty gewünscht? Geh doch mal bei einer geführten Kräuterwanderung mit, denn nur was du kennst, solltest du pflücken und isst du mit Genuss.

Stets von links nach rechts siehst du

  • in der ersten Reihe Veilchen, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Löwenzahn, Scharbockskraut,
  • in der zweiten Reihe Vogelmiere, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch und Petersilie
  • und in der dritten Reihe Giersch, Gundelrebe, Knoblauchrauke und Wiesenschaumkraut.

Wie unwiderstehlich das duftet! Eine Duftwolke Schnittlauch gefällig?

Krosse Kräuterbrötchen gehen einfacher, als Du denkst. Das Geheimnis: lange Gehzeit, häufiges Zusammenkneten.

Wenn wir uns schon nach den Pflänzchen bücken, ein kleiner Kräuterstrauß gefällig?

Und nun ab ins Vergnügen, die Open-Air-Saison ist eröffnet, denn diese Brötchen schmecken Groß und Klein.

Kräuter-Vollkornbrötchen

Bist du in Kräuter verliebt? Dann nichts wie ran an diese köstlichen Kräuterbrötchen, randvoll mit dem gesunden Grün der Natur. In ihnen tummeln sich… Aus der Brotbackstube Wie das duftet: Kräuter-Vollkorn-Brötchen mit einem Potpourri der Natur European Drucken
Zutaten für: ca. 9 Brötchen á 100 g
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Zutaten

400 g Weizenvollkornmehl
100 g Roggenvollkornmehl
1/2 Würfel Hefe
350 ml lauwarmes Wasser
1 1/2 TL Salz
2 Handvoll Kräuter, z.B. Schnittlauch, Petersilie, Pimpernelle, Knoblauchrauke, Schafsgabe, Sauerampfer, Thymianblättchen, Wiesenschaumkraut, Löwenzahn

So geht es

Alle Zutaten bis auf die Kräuter zu einem relativ weichen Teig gut verkneten und in den Kühlschrank stellen. Alle 2-3 Stunden den Teig herausnehmen und zusammenkneten, dreimal wiederholen.
Dann aus dem Kühlschrank herausnehmen, die Kräuter klein schneiden und unterkneten. Nochmals eine Stunde gehen lassen. Nun 9 längliche Brötchen formen, nach Wunsch einschneiden, wieder gehen lassen.
Währenddessen den Backofen auf  200°C Umluft vorheizen und die Brötchen in den mittleren Bereich mit Dampf einschieben und in 20 Minuten braun und kross backen.
Durch das häufige Gehen und Zusammenkneten werden die Brötchen wunderbar fluffig und der Roggenvollkornmehlanteil hält sie schön frisch.

Tipp:
Natürlich kann der Teig auch am Abend angesetzt und über Nacht im Kühlschrank gestellt werden. Am nächsten Morgen zu kleineren Brötchen portionieren, auf dem Blech gehen lassen und backen.

Kräuterbrötchen – die perfekten Begleiter für feine bis rustikale Salate, zu schmackhaften Suppen und für allerlei vom Grill. Dabei völlig unkompliziert, probiere es aus.

Ich bin dann mal unterwegs, die Knoblauchrauke ruft.
Einen kulinarischen Gruß, deine

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25 Kommentare

Kochen mit Diana 26. April 2016 - 15:42

Ich liebe Kräeter. Einige wachsen schon auf dem Balkon. Andere muss ich noch pflanzen.
Und die Brötchen sehen sehr verlockend aus…aber die langen Pausen zwischen den Kneten erschrecken mich ein wenig. Obwohl an einem verregnetem Frühlingstag mir das doch nichts mehr ausmacht 🙂
Die Bilder sind wunderbar…vor allen denen mit den Kräutern.

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Madam Rote Rübe 26. April 2016 - 16:34

Liebe Diana, eine einfacherere Version steht als Tipp unter dem Rezept, dann darf der Teig arbeiten, während Du schläfst, funktioniert auch. Vielen Dank für Deine lieben Worte.
Einen herzlichen Gruß, Sigrid

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Kochen mit Diana 27. April 2016 - 11:59

Oh, dass habe ich nicht mehr gesehen. Danke für den Tipp. Jetzt kann dem Nachbacken nichts mehr im Wege stehen 🙂

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Edyta Guhl 26. April 2016 - 17:18

Liebe Sigrid,
ein ganz, ganz toller Post. Die Brötchen sind so kross und diese Form, wunderschön!
Ja, ich bin verliebt. Aber nicht nur in die Kräuter, auch in Deinen Brötchen 🙂 Die Fotos sind sehr schön, eine interessante Idee mit der Kräuter- Tafel, manche kenne ich zwar von Sehen, habe aber selber noch nie gegessen. Danke für die Inspiration und das Rezept 🙂

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Madam Rote Rübe 27. April 2016 - 6:13

Wie schön, liebe Edyta, vielen Dank, dann sind wir schon beide in die Brötchen verliebt. Ach, es macht im Frühling einfach Spaß, in die Kräuter zu gehen.
Liebe Grüße Sigrid

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geniesserle.com 26. April 2016 - 17:20

Liebe Sigrid,
hmmm die sehen lecker aus und den Duft kann ich mir nur zu gut vorstellen.,Ich persönlich würde mich für die Kühlschrankmethode entscheiden … Du weisst ja, Geduld ist nicht so meine Stärke. Auf unserem Balkon warten schon die Töpfchen darauf in die Kästen eingepflanzt zu werden, aber da müssen sie wohl noch etwas warten.
liebe Grüsse Britta

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Madam Rote Rübe 27. April 2016 - 6:18

Oh ja, liebe Britta, die wärmeliebenden Kräuter bekommen jetzt eins auf die Mütze, doch mit Deinem Kräuterbalkongarten kannst Du bald aus dem Vollen schöpfen. Wenn Du schläfst, bist Du sehr geduldig,…lach…, Hauptsache das Vollkornmehl hat Zeit zum Ausquellen.
Liebe Grüße Sigrid

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Krisi 26. April 2016 - 18:40

Hach wie toll, leider kenne ich mich tatsächlich mit wilden Kräutern überhaupt nicht aus. Das WIssen muss ich mir unbedingt noch aneigenen. Die Brötchen sehen sehr lecker aus und ich knn mir vorstellen wie fantastisch sie mit all den Kräutern schmecken!=)
Liebe Grüsse,
Krisi

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Madam Rote Rübe 27. April 2016 - 6:23

Vielen Dank, liebe Krisi, sie schmeckten wirklich wunderbar, ich war hin und weg. Apropos Kräuter, als ich begann, Wildkräuter kennen zu lernen, setzte ich mich mit höchstens zwei Wildkräutern im Jahr auseinander, das blieb besser hängen.
Liebe Grüße Sigrid

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Ye Olde Kitchen 27. April 2016 - 6:23

Liebe Sigrid,
wir nehmen bitte vier deiner Kräuterbrötchen, die sehen hervorragend aus und würden sich gut auf unserem Frühstückstisch machen. Und gegen ein Kräutersträußchen hätten wir auch nichts einzuwenden 😉
Eine Kräuterwanderung steht schon lange auf unserer Liste, aber wie das halt so ist mit Listen: es kommt viel mehr dazu, als man abarbeiten kann. Aber irgendwann schaffen wir das noch.
Viele Grüße, Eva und Philipp

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Madam Rote Rübe 27. April 2016 - 6:43

Ihr lieben beiden, vielen Dank für die Bestellung. Ein kleiner Wurf kommt jetzt: fangt auf und lasst es Euch schmecken.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gewisse Wünsche nur lang genug gepflegt werden müssen, irgendwann ist es dann so weit und Ihr hüpft in der Natur zum Sammeln herum.
Liebe Grüße Sigrid

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Anonym 27. April 2016 - 6:54

Liebe Sigrid,

ich war am W´ende in einem Wildkräuterkochkurs, da passt dieses Thema ganz wunderbar. Bisher hatte ich wenig Vorstellung davon, wie lecker das sein kann. Daher kommen die Bötchen auf die Muss-ich-unbedingt-sehr-rasch-ausprobieren-Liste. bei der Gelegenheit: ich finde Deinen Blog großartig und auch sehr "eigenwillig" im positiven Sinn.

Liebe Grüße aus dem Rheinland
Sabine

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Madam Rote Rübe 27. April 2016 - 11:52

Wildkräuterkochkurs? Wie schön ist das denn, liebe Sabine? Da bekomme ich sofort Sehnsucht, mal wieder bei einem dieser interessanten Kurse teilzunehmen. Ich kenne das, man kommt völlig bereichert nach Hause und nichts ist mehr wie vorher. Viel Spaß beim Brötchenbacken und vor allem ganz lieben Dank für Dein wunderbares Lob…..ich freue mich.
Liebe Grüße Sigrid

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Elsa Spirellis Allerlei 27. April 2016 - 8:20

Wow, ein ganz ganz toller Post. Wir haben im Garten meiner Eltern auch immer alles mögliche an Kräutern gesammelt..aber so ziemlich alles aus der letzten Reihe kannte ich nicht 😉
Wir haben im Sommer immer in der Hängematte gelegen und die Gänseblümchen so gegessen^^
Werde ich mir merken und muss ich unbedingt nachbacken. Vielen Dank für das tolle Rezept – du hast gleich ein paar Kindheitserinnerungen bei mir geweckt 🙂

Ganz liebe Grüße
Elsa 🙂

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Madam Rote Rübe 27. April 2016 - 12:07

Wunderschöne Kindheitserinnerungen…..Hängematte, Gänseblümchen, Kräutersammeln, Garten….es klingt traumhaft. Liebe Elsa, bestimmt wurde damals schon der Grundstock für Deine Liebe zur Natur gesetzt, etwas, was nie vergeht. Die Kräuter in der letzten Reihe lernst Du irgendwann auch noch kennen, sie kommen reichlich vor.
Liebe Grüße Sigrid

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Ingrid -auchwas- 27. April 2016 - 8:52

Liebe Sigrid,
ich kann diese wunderbaren -Kräuter-Brötchen fast riechen. Ohne Kräuter kann ich mir Kochen gar nicht vorstellen und jetzt hier noch Backen und so ein wunderbares Rezept, da nehme ich gleich mit. Großartig Dein Foto von den Kräutern, einfach himmlisch.
Dir einen wunderschönen Tag und herzliche Grüße
Ingrid

Antworten
Madam Rote Rübe 27. April 2016 - 12:12

Dankeschön, liebe Ingrid, mir geht es wie Dir, Kräuter machen irre viel Spaß, mit ihren Aromen sind sie einfach faszinierend.
Wünsche Dir eine kräuterreiche Woche und liebe Grüße, Sigrid

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Die Gourmettatze 28. April 2016 - 12:24

Liebe Sigrid,
ich liebe Kräuter! Ich finde es sehr schön, wie du hier die Werbetrommel für die Wiesenkräuter rührst. Die bekommen in meinen Augen nämlich viel zu wenig Aufmerksamkeit, dabei haben die wirklich einiges auf dem Kasten.
Deine Brötchen müssen traumhaft schmecken. Der Frühling springt mir förmlich ins Gesicht, wenn ich mir deine Fotos anschaue. Da ist mir gerade egal, dass wir einen kurzzeitigen Wintereinbruch bekommen haben. Deine Brötchen bringen zumindest mir den Frühling wieder zurück 🙂

ganze liebe Grüße!

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Madam Rote Rübe 28. April 2016 - 20:11

Liebe Swetlana, ja lass uns den Frühling in die Wohnung holen. Unsere Wiesenkräuter sind für mich der pure Frühling, also nichts wie ran. Toll, dass Du sie auch so magst.
Liebe Grüße Sigrid

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Bianca von ELBGESUND 28. April 2016 - 17:45

Köstlich sehen die Brötchen aus! Hast du sie am Ende noch kreuzweise eingeschnitten? Sie haben so eine schöne Farbe. Und hast du sie noch mit Wasser besprüht oder bepinselt oder sind sie tatsächlich einfaach so, so kross geworden?? Liebe Grüße, Bianca

Antworten
Madam Rote Rübe 28. April 2016 - 20:17

Vielen Dank, liebe Bianca, glaube mir, ich staunte auch nicht schlecht, als sie so kross und leckerbraun aus dem Backofen kamen. Dabei habe ich nichts anderes getan, als sie dreimal schräg einzuschneiden, sonst gar nichts.
Einen lieben Gruß, Sigrid

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Anschi Riedl 14. Mai 2016 - 21:41

Vielen Dank für dieses einfache Einsteiger-Rezept. Das wurden heute meine ersten selbstgebackenen Brötchen – und sie schmeckten einfach nur super! Knusprig und lecker im Geschmack – wird es diesen Sommer garantiert öfters geben.

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Madam Rote Rübe 15. Mai 2016 - 6:10

Liebe Anschi Riedl,
herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Meilenstein. Das glaube ich gerne, dass diese köstlichen Brötchen noch öfters auf dem Tisch landen werden, uns haben sie auch so gut geschmeckt. Vielen lieben Dank für das nette Feedback.
Liebe Grüße Sigrid

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margot s. 8. Juni 2019 - 16:22

Das ist so ein schönes Rezept, ich kann „schnuppern“, wie gut diese Brötchen duften!
Liebe Sigrid, Anfang August sind wir in Hessen … vielleicht klappt es mit einem Backkurs bei Dir im Anschluss daran?
Ich melde mich in den nächsten Tagen bei Dir per Mail.
Grüße aus dem stürmischen Ostfriesland und für Dich und Deine Lieben schöne Pfingsttage.
Margot

Antworten
Madam Rote Rübe 9. Juni 2019 - 8:39

Liebe Margot,
es geht wirklich nichts über den herrlichen Duft in einer Backstube, hab vielen Dank für Deine netten Worte.
Ich freue mich schon auf Deine Mail, auch wenn Anfang August kein Backkurs statt findet, so können wir uns doch gerne treffen.
Hab ebenfalls mit Deinen Lieben ein entspanntes Pfingstfest.
Liebe Grüße hoch in den Norden
Sigrid

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