Einfaches Klosterbrot aus Weizenvollkorn für jeden Tag, für jeden Belag

by Madam Rote Rübe

Für Anfänger, die sich an ein freigeschobenes Brot trauen wollen, ist diese Rezeptur ideal. Freigeschoben nennt man ein Brot, wenn es ohne Form im Backofen gebacken wird.
Ergebnis: Ein rustikales Brot, ringsherum mit bemehlter Kruste, die mit feinen Röstaromen verführt.

Ehemaliger „Paterhof“ des Ordens der Steyler Missionare in St. Wendel

Klosterbrot? Wieso Klosterbrot?“ Hansi Rote Rübe will es genau wissen. „In unserer Nähe gibt es kein Kloster. Das nächste ist in St. Wendel.“ Sowas – keine Fantasie – der Mann! Ist doch egal, wo das nächste Kloster steht.

Wichtig ist, dass Madam Rote Rübe sich vorstellen kann, dass dort in früheren Zeiten kräftige Hände aus schweren herbeigeschleppten Mehlsäcken die benötigte Menge Mehl abschätzten, mit hochgeschobenen Ärmeln den Teig in einer Holzwanne kneteten, in einer schweißtreibenden warmen Küche gehen ließen, ehrfürchtig auf dem Brotlaib ihr Kreuz ritzten und es dann mit Hilfe von Brotschiebern in den heißen Ofen schoben.

Gebacken mit Leib und Seele. Einfach! Traditionell!

Und vor allem ballaststoffreich. Denn es wurde aus dem vollen, selbst angebauten Korn gebacken, funktionierte ohne Sauerteig und mit sehr wenig Hefe. Es benötigte Hingabe und innere Ruhe beim Vorbereiten und  Zeit, um zu seinem vollen Geschmack heran zu reifen. Das galt damals – das gilt heute.

Die Grundzutaten bestehen aus Weizenvollkornmehl, ein Händchen Roggenvollkornmehl für einen herzhafteren Geschmack, Wasser, Hefe, Salz und Honig. Du benötigst lediglich ein Gärkörbchen oder falls nicht vorhanden, nehme eine Schüssel, mit einem gut gemehlten Leinentuch oder Halbleinen-Geschirrtuch ausgelegt. Funktioniert ebenfalls, dennoch kein Vergleich zu einem Gärkörbchen* (Amazon-Partnerlink)  mit seinem hübschen Rillenmuster.

Einfaches Klosterbrot aus Weizenvollkornmehl

Für Anfänger, die sich an ein freigeschobenes Brot trauen wollen, ist diese Rezeptur ideal. Freigeschoben nennt man ein Brot, wenn es ohne Form im… Aus der Brotbackstube Einfaches Klosterbrot aus Weizenvollkorn für jeden Tag, für jeden Belag European Drucken
Zutaten für: 1 Laib Brot á 850 g
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Zutaten

Vorteig:
150 g Weizenvollkornmehl
150 g lauwarmes Wasser
0,1 g Hefe (ca. die Größe eines Reiskorns)

Hauptteig:
Vorteig
50 g Roggenvollkornmehl
320 g Weizenvollkornmehl
175 g lauwarmes Wasser
10 g Frischhefe
10 g Salz
10 g Honig

So geht es

Vorteig aus Weizenvollkornmehl und Wasser, in dem die Hefe aufgelöst wurde, herstellen. Alles gründlich vermischen und abgedeckt bei Zimmertemperatur für 20 Stunden stehen lassen. Danach sollte der Vorteig von Bläschen durchzogen und gut aufgegangen sein.

Für den Hauptteig den Vorteig und die anderen Zutaten vermengen und 10 Minuten durchkneten. Eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen. Nochmals durchkneten und zu einem runden Laib wirken. In ein gründlich bemehltes  Gärkörbchen* (Amazon-Partnerlink)  mit Schuss nach oben hineinlegen und bis zu 90 Minuten zur doppelten Größe gehen lassen. Schuss nennt man die gefaltete und etwas unebene Stelle, die beim Formen des Brotlaibes entsteht.
Den Laib vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes oder gefettetes Backblech gleiten lassen, nun ist der Schuss unten. Obendrauf mit einem scharfen Messer ein Kreuz ca. 2 cm tief einschneiden.
Mit Schwaden in den vorgeheizten Backofen bei 240°C Ober-/Unterhitze in den mittleren Bereich hineinschieben. Nach 10 Minuten kurz die Backofentür öffnen, um den Dampf abziehen zu lassen, die Temperatur auf 210°C herunterregeln und das Brot in weiteren 35 Minuten fertig backen.


Brotbacken ist wirklich einfach. Brotbacken kann jeder!!! Du glaubst es nicht? Allein das Wort Hefe lässt bei dir die Alarmanlagen klingeln?

Die gute Nachricht: Eine Diva ist unser Brotteig nicht! Eher der gemütliche Typ, der einige Zeit benötigt, um in Fahrt zu kommen. Er genügt sich auch mit niedrigeren Temperaturen, wenn die Zeit knapp ist und wir einige Stunden herausschinden müssen. Nur eins – hetzen lässt er sich nicht.

Lass dich überzeugen –  der fertige Brotlaib spricht für sich, bzw. schmeckt für sich.

Liebe Grüße aus der Brotbackstube

 

 

 

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14 Kommentare

Patce's Patisserie 3. Juni 2017 - 15:56

Mhhh, dein Brot sieht wieder einmal wunderbar aus. Ich würde direkt zwei Scheibchen nehmen zum Abendbrot! Oder drei 😉

Liebe Grüße,
Patricia

Antworten
Madam Rote Rübe 3. Juni 2017 - 16:04

Am besten, liebe Patricia, schnabulieren wir sie zusammen weg. Und dabei klönen wir über Brotbacken, Salate, Kuchen… halt über ganz viel feines Essen…. lach.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
geniesserle.com 4. Juni 2017 - 5:23

Hmmmmm, es geht doch einfach nichts über ein frisches selbstgebackenes Brot! Seit mich der Brotbackvirus befallen hat, bekomm' ich ihn nicht mehr los – ist irgendwie chronisch geworden 🤗 die Brotbackanfällen … Dein Brot sieht zum reinbeissen aus und würde auch gut auf unseren Abendbrottisch passen 😉
Liebe Grüsse
Britta

Antworten
Madam Rote Rübe 4. Juni 2017 - 15:36

Liebe Britta,
dann muss dieser Brotbackvirus hochgradig ansteckend sein – die erste Unpässlichkeit, der ich gerne verfallen bin ��. Vielen Dank für Dein Kompliment, ab und an mal ein Brot gebacken in einer anderen Backstube, wäre bestimmt eine Bereicherung – vielleicht sollten wir unsere Brote tauschen?
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Krisi 4. Juni 2017 - 15:29

Wo dein Klosterbrot sieht aus wie frisch vom Bäcker, ich kann es förmlich riechen! Am liebsten würde ich zu greifen, wie schade das es nicht durch den Bildschirm geht. So ein Gärkörbchen muss ich mir unbedingt auch kaufen, dann bin ich vielleicht auch motivierter öfters Brot zu backen;)
Liebe Grüsse,
Krisi

Antworten
Madam Rote Rübe 4. Juni 2017 - 16:24

Vielen Dank, liebe Krisi, wie gerne würde ich dir einige Scheibchen rüberreichen, aber leider….. Ein gewisses Equipment macht viel aus, manchmal muss das sein, um erneut verliebt sein selbstgebackenes Brot anzuschauen.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Margot Spahl 5. Juni 2017 - 7:24

09:15 Uhr – Pfingsmontag, Vorteig ist angesetzt! Morgen früh gegen 07:00 Uhr geht es weiter mit "Deinem Klosterbrot".
Wir freuen uns schon jetzt aufs Back-Ergebnis.
Danke für das Rezept und Nordsee-Grüße,
Margot

Antworten
Madam Rote Rübe 5. Juni 2017 - 7:35

Liebe Margot,
gerne, das sind ja wunderbare Nachrichten, ich freue mich auch. Jetzt warte ich voller Spannung auf das Ergebnis und wie euch das Brot schmeckt.
Habt einen sonnigen Tag,
liebe Grüße in den hohen Norden
Sigrid

Antworten
Vanillelust 5. Juni 2017 - 18:10

Was für ein tolles Brot meine Liebe!!!! Ich kann mir diesen guten Geschmack so richtig vorstellen, wenn ich mir Deine Bilder anschaue. Ein richtig gutes Brot nur mit Butter, kann eine Delikatesse sein, da brauche ich nicht unbedingt Wurst oder Käse dazu, vielleicht doch einen Deiner köstlichen Salate und eventuell noch ein feiner Aufstrich…..ach liebe Sigrid, was gibt es schöneres als essen?????
Vielleicht ein Picknick in den Bergen???????
Alles Liebe……Charlotte

Antworten
Madam Rote Rübe 5. Juni 2017 - 20:09

Liebe Charlotte,
ich freue mich immer, von Dir zu hören. Wie schön, dass Du Dir die Mühe machst, vielen Dank. Allein die Vorstellung mit Dir ein Picknick in den Bergen zu veranstalten, beflügelt mich…. eine schöne Vorstellung.
Herzlichst
Sigrid

Antworten
Kochen mit Diana 5. Juni 2017 - 19:09

Liebe Sigrid, dein Klostebrot sieht fantastisch aus. Sobald ich mir ein Gärkörbchen zulege (das wollte ich schon länger) werde ich es backen.
LG, Diana

Antworten
Madam Rote Rübe 5. Juni 2017 - 20:11

Dann drücke ich dir fest die Daumen, liebe Diana, dass bald ein Gärkörbchen bei dir Einzug feiert. Die Krönung – ein knuspriges Brot.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Claudia 6. Juni 2017 - 3:56

guten Morgen, liebe Sigrid,
dieses leckere Brot kommt mir gerade Recht zum Frühstück ;O) Danke für das tolle Rezept, das werde ich mal ausprobieren!
Den ehemaligen Paterhof – Wendelinushof- bei St.Wendel kenne ich übrigens auch ;O)War da schon öfter mal im Hofladen, wenn ich Zeit hatte, hinzufahren …
Ich wünsche Dir eine schöne neue Woche!
♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

Antworten
Madam Rote Rübe 6. Juni 2017 - 4:52

Oooh, Cludia, vielen Dank für die lieben Worte. Vielleicht sollten wir uns irgendwann mal auf dem Wendelinushof treffen, da komme ich auch öfters hin, eine sehr schöne Location, wo man sich wohl fühlen kann.
Das Brot empfehle ich Dir gerne.
Einen guten Start in die Woche und liebe Grüße
Sigrid

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