Käsekuchen und die Sonne geht auf

by Madam Rote Rübe

Kauend, mit dicken Backen, kam Hansi aus der Vorratskammer heraus. „Was isst du denn da“ fragte ich ihn als seine bessere Hälfte, die ihn gerade dabei erwischte, wie er seinen letzten Happen herunterschluckte. „Och, ich habe mir nur eine kleine Ecke am Käsekuchen abgeschnitten“, meinte er verlegen.

Er konnte einfach bei Käsekuchen nicht widerstehen, saftig, cremig, fluffig, jeder Bissen zerging auf der Zunge, und dann der knusprige Boden, das zog ihn unwiderstehlich an. „Weißt du was, ich koche uns jetzt eine Tasse Kaffee und dazu essen wir gemütlich ein Stück Kuchen.“ Ein Lächeln überzog sein Gesicht, die Sonne ging gerade für ihn auf und er freute sich schon auf das letzte Stückchen, welches noch da war.


Doch bei uns geht nicht nur die Sonne auf, wenn wir Käsekuchen essen. Genauso schön scheint für uns die Sonne, wenn wir die niedlichen Gesichter der Hornveilchen im Garten bewundern.

Käsekuchen

Kauend, mit dicken Backen, kam Hansi aus der Vorratskammer heraus. „Was isst du denn da“ fragte ich ihn als seine bessere Hälfte, die ihn… Kuchen & Torten Käsekuchen und die Sonne geht auf European Drucken
Zutaten für: 26er Springform
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Zutaten

Mürbeteig:
200 g Vollkornmehl
1/2 Pck. Backpulver
1 Pr. Salz
1 Ei
2 EL Sahne
65 g Akazienhonig (geschmacksneutraler Honig) od. 65 g Zucker
65 g Butter

Für die Füllung:
100 g Akazienhonig od. 100 g Zucker
1/2 kleine Tasse Öl
3 Eier
1/8 l Sahne
1/8 l Wasser
1 P. Vanillepudding
500 g Schichtkäse 20%
1 B. saure Sahne

So geht es

Eine 26er Springform gut ausfetten. Vollkornmehl mit Backpulver und Salz vermischen. Ei, Honig und die  Butter hinzufügen und mit den Knethaken der Handrührmaschine rasch verrühren. Mit den Händen noch kurz glatt kneten, nach Bedarf Sahne  hinzufügen, um einen geschmeidigen Mürbeteig zu erhalten. 2/3 der Teigmenge als Boden für die Springform auswellen, Teigrest zur Rolle formen, ca. 2-3 cm hoch an den Rand der Springform drücken. Teigplatte mit einer Gabel mehrmals einstechen, so verhindert Ihr die Blasenbildung.
Alle Zutaten der Füllung in einer Rührschüssel mit dem Mixer gut vermischen, auf den Knetboden geben. Die relativ flüssige Füllung verteilt sich sehr gut.
Im vorgeheizten Backofen Ober-/Unterhitze bei 140°C ( bei Verwendung von Zucker bei 160°C) ca. 1 1/4 - 1 1/2 Stunde backen. Die niedrige Temperatur lässt ihn schön goldgelb werden. Er ist fertig, wenn er auch in der Mitte hoch gegangen ist. Gerade bei Gebäck mit Honig muss unbedingt mit niedriger Temperatur gebacken werden.

Tipps:

  • Nach der Backzeit den Kuchen unbedingt im Backofen und in der Form lassen, nicht die Ofentür öffnen. Dort über Nacht  abkühlen lassen, um gravierende Risse im Käsekuchen zu vermeiden.
  • Oder, der Ratschlag eines freundlichen Bäckermeisters: Sobald der Käsekuchen in die Höhe geht, herausnehmen, ringsherum zwischen Kuchenrand und Backform einschneiden und warten bis er wieder zusammengesunken ist, dann weiter backen. Wenn nötig, mehrmals das Prozedere wiederholen.
  • Wer keine Probleme mit Milch hat, kann natürlich statt Sahne und Wasser 1/4 l Milch nehmen.

Wünsche Euch eine aufgegangene Sonne in Form eines Käsekuchens und guten Appetit

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6 Kommentare

Ingrid- auchwas- 26. Februar 2016 - 8:38

Liebe Sigrid,
hoffentlich schaut mein Mann jetzt nicht hier rein sonst wird meine Sonntagsplanung in Sachen Kuchen komplett zunichte gemacht :). Was für ein Zufall bei uns ist es genauso, der "Mattekuche" ist es, da kann kommen was will.
Wie immer köstlich geschrieben hier in Deinem Post. Die Hornveilchen, die kleinen Sonnigen, sind die Wucht. Und das Rezept ist ähnlich wie unsere Familienrezept, mit Schichtkäse aber doch ein wenig anders und muss ganz klar probiert werden.
Dir ein wunderschönes Wochenende und liebe Grüße
Ingrid

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Madam Rote Rübe 26. Februar 2016 - 13:15

Liebe Ingrid,
da können wir nichts ausrichten, gegen Käsekuchen kommt kein anderer Kuchen an, gerade die Kleinen lieben den fluffigen, cremigen Quarkkuchen. Sie sind ganz enttäuscht, wenn sie zu Besuch kommen und nicht ihren Lieblingskuchen vorfinden.
Auch Dir ein himmelblaues Wochenende und herzliche Grüße Sigrid

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moni 28. Februar 2016 - 14:56

Hallo Sigrid,
klassisch, köstlich!!!
Ich nehme mehr Quark, dafür keinen Vanillepuddig, ansonsten ist das Rezept erprobt, gelingt eigentlich immer und schmeckt traumhaft gut!
Danke für's Erinnern, muss ich unbedingt wieder mal backen.
Liebe Sonntagsgrüße
moni

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Madam Rote Rübe 28. Februar 2016 - 15:43

Hallo Moni,
ich glaube, es gibt so viele verschiedene Käsekuchenvarianten wie Kuchenbäckerinnen. Alle sehr ähnlich und alle köstlich, dennoch probiere ich immer wieder gerne ein neues Rezept aus, aber manchmal muss es einfach ein erprobtes geliebtes Rezept sein. Schön, dass Du hierher gefunden hast und vielen Dank für Deine lieben Worte.
Liebe Grüße
Sigrid

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Liselott 6. Juni 2018 - 22:37

Liebe Sigrid, dieses Rezept mit Schichtkäse muss ich unbedingt ausprobieren und vielen Dank für den zusätzlichen Tipp mit dem Kuchen im ausgeschalteten Ofen! Worin liegt denn der Unterschied zu Quark? Und noch eine Frage hätte ich zu dem Sahne-Wasser-Gemisch, warum verträgst du denn keine Milch aber dafür Sahne?
Liebe Grüße, Liselott

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Madam Rote Rübe 7. Juni 2018 - 10:54

Liebe Liselott,
ich vertrage Sahne und auch Milch, beides – Gottseidank. Leider finde ich oft im Handel nur die totgekochte Milch und dann greife ich lieber als Alternative zur Bio-Sahne. Du kannst gerne Milch verwenden oder auch pur Sahne, umso üppiger und cremiger wird der Kuchen.
Der Schichtkäse hat eine etwas festere Konsistenz als Quark. Das liegt daran, dass die geronnene Milch nicht zentrifugiert oder glattgerührt wird, sondern von Hand schichtweise in Formen eingeschöpft wird, aus denen dann die Molke ablaufen kann. Ich backe gerne mit ihm, aber ich denke, das ist Geschmackssache.
Nun bin ich gespannt, wie er bei dir ankommen wird. Viel Freude beim Nachbacken.
Liebe Grüße
Sigrid

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