Aromatisches Buttermilch-Bauernbrot mit Übernacht-Gare

by Madam Rote Rübe
Madam Rote Rübe - Buttermilch-Bauernbrot mit Übernacht-Gare

Wer kann hier widerstehen?

Oh, frisch gebacken. Saftig und äußerst aromatisch. Wir waren mal wieder in unserem Element. Uns schmeckte es. Das frisch gebackene Buttermilch-Bauernbrot mit seinem saftigen Innenleben und der knusprigen Kruste passte perfekt zur Brotzeit. Dabei pflegen wir eine Zeremonie: Die erste Schnitte ist eine Butterbrotschnitte. Der pure Brot-Geschmack nur mit frischer Butter. Wahrscheinlich machst du es genauso, stimmts?

Madam Rote Rübe - Buttermilch-Bauernbrot

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Dieses Buttermilch-Bauernbrot machte nicht viel Arbeit. Abends setzt du den Teig an, zwischendurch dehnst und faltest du es und anschließend hüpft der Laib mit einem Gärkorb in die Kälte. Früh morgens springt er direkt nach 10 Stunden aus dem Kühlschrank in den heißen Backofen. Klar, spontan sieht anders aus, aber dafür braucht es wirklich nur einige wenige Handgriffe, die angesagt sind. Der Teig ist relativ weich, ihn solltest du am besten mit der Teigkarte dehnen und falten, damit er nicht an den Fingern kleben bleibt – für ein frustfreies Backerlebnis. Dafür ist das Endergebnis allerdings überwältigend saftig und durch das hinzugefügte Roggen-Anstellgut himmlisch vollmundig.

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Madam Rote Rübe - Buttermilch-Bauernbrot

Madam Rote Rübe - Buttermilch-Bauernbrot mit Übernacht-Gare

Buttermilch-Bauernbrot mit Übernacht-Gare

Wer kann hier widerstehen? Oh, frisch gebacken. Saftig und äußerst aromatisch. Wir waren mal wieder in unserem Element. Uns schmeckte es. Das frisch gebackene… Rezepte Aromatisches Buttermilch-Bauernbrot mit Übernacht-Gare European Drucken
Zutaten für: 2 Brote à 700 g
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Zutaten

500 g Buttermilch
180 g Wasser
4 g Frischhefe
1 TL Honig
120 g Roggenvollkorn-Anstellgut
600 g Weizenmehl (Type 1050)
225 g Roggenvollkornmehl
22 g Salz
Mehl zum Arbeiten

So geht es

Die Hefe mit dem Honig in einer Schüssel in der zimmerwarmen Buttermilch und dem Wasser auflösen. Roggenvollkorn-Anstellgut dazu geben und gut verrühren, nun das Weizen- und Roggenmehl unterarbeiten und zum Schluss das Salz hinzufügen. 2 Stunden bei Zimmertemperatur von 20°C gehen lassen, alle 30 Minuten mit der Teigkarte falten und dehnen.

Nun 2 Teiglinge am besten mit einer Teigkarte abstechen und locker zu zwei Kugeln formen. Der Teig ist sehr weich, dennoch kein Mehl zugeben, sondern die Teigkarte zur Hilfe nehmen. Mit Schluss nach oben in die bemehlten Gärkörbchen 10 Stunden bei ca. 5°C im Kühlschrank zur Gare stellen.

Am nächsten Morgen den Ofen mit dem Backblech oder einem heißen Stein auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Teiglinge direkt aus dem Kühlschrank auf das heiße, bemehlte Backblech mit Wasserdampf in den vorgeheizten Backofen schieben und 5 Minuten backen.

Danach die Temperatur auf 200° herunterregeln und die Brote in ca. 30 Minuten bei fallender Hitze fertig backen. 10 Minuten vor Backende den Ofen kurz öffnen, um den Dampf entweichen zu lassen.

Durch einen einfachen Test kann festgestellt werden, ob das Brot durchgebacken ist. Dafür mit dem Finger auf die Unterseite des Brotes klopfen. Klingt es hohl, ist es fertig! Sollte es sich eher dumpf anhören, lieber noch 5-10 Minuten weiterbacken.

Lust auf frisches selbstgebackenes Buttermilch-Bauernbrot bekommen? Dann nichts wie ran und losgeknetet.

Liebe Grüße aus der Brotbackstube

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15 Kommentare

Heidi 3. November 2018 - 8:29

Und jetzt hätte ich gerne Scheibe nur mit Käse :)) Ich kann mir so gut vorstellen wie lecker das ist.
Es gibt nichts besseres als selbst gebackenes Brot 😉
LG Heidi

Antworten
Madam Rote Rübe 3. November 2018 - 18:36

Liebe Heidi,
ich bin da ganz bei Dir. Vielen Dank für Deine netten Worte.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Maria 3. November 2018 - 16:43

Ich wüsste gern,wie das mit dem roggenanstellgut funktioniert? Freue mich,wenn sie mir antworten

Antworten
Madam Rote Rübe 3. November 2018 - 18:35

Liebe Maria,
Roggenanstellgut ist der Sauerteig, der im Kühlschrank auf seine Verwendung harrt und der spätestens alle 7-14 Tage gefüttert werden sollte. Aus ihm wird zum Brotbacken der Sauerteig hergestellt, etwa 10% gibt man auf die Mehlmenge. Doch kann er auch wie bei diesem Rezept als köstliches Aromastück verwendet werden. Sonst müsste man nach jedem Füttern immer einen Großteil von dem Roggenanstellgut entsorgen, das finde ich persönlich sehr schade. Die Schritte zum eigenen Sauerteig finden Sie hier: https://madamroteruebe.de/2016/01/mit-dem-eigenen-sauerteig-zum-saftige/
Wenn noch Fragen auftauchen, gerne her damit.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Diana 3. November 2018 - 17:21

Ich kann nicht widerstehen. Das gebe ich offen zu. Und jetzt gehe ich und gönne mir eine Scheibe Brot mit Butter.
LG, Diana

Antworten
Madam Rote Rübe 3. November 2018 - 18:37

Liebe Diana,
das freut mich sehr, vielen Dank für deine Zustimmung.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Maria 3. November 2018 - 19:53

Woher hat madame rote rübe. Lievito madre?

Antworten
Madam Rote Rübe 4. November 2018 - 8:05

Schauen Sie mal hier in die Beschreibung hinein: https://madamroteruebe.de/2017/06/rustikales-kurbiskern/. Danach können Sie Ihre eigene Lievito madre ansetzen.

Antworten
Das Mädel vom Land 3. November 2018 - 23:14

Buttermilch im Brot – da kann doch (fast) nix mehr schief gehen :-))) Ein schönes Rezept …
Alles Liebe!

Antworten
Madam Rote Rübe 4. November 2018 - 8:05

Vielen Dank, liebe Maria.
Einen schönen Gruß
Sigrid

Antworten
Yuliana 4. November 2018 - 15:40

Hallöchen, liebe Sigrid!
So viele leckerere Sachen hast du gebacken und gekocht in der Zeit, als ich offline war! Ich habe nämlich einen neuen Job und bin gerade dabei mein Zeitmanagement zu optimieren:) Aber ich habe dich und deinen schönen Blog nicht vergessen 🙂 Du weißt es schon, ich bin ein Fan von deinen selbstgebackenen Broten 🙂 Auch dieses Brot-Rezept kling lecker. Butterbrotschnitten esse ich übrigens auch sehr sehr gern 🙂

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag!

Sei lieb gegrüßt
Yuliana

Antworten
Madam Rote Rübe 5. November 2018 - 16:19

Liebe Yuliana,
wie schön, wieder von dir zu lesen, ich kann mir gut vorstellen, dass der Kopf alles andere als ruhig ist, wenn ein neuer Job angefangen wird, das muss sich ja erst alles einfinden. Ich drücke dir fest die Daumen, dass du dich schnell eingewöhnst und hab vielen Dank für deine netten Worte.
Hab einen guten Start in die neue Woche.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Liselott 14. November 2018 - 14:12

Hallo Sigrid,
mal wieder ein tolles Rezept, dass ich ganz bestimmt nachmachen werde! Ich habe allerdings einige Fragen mal wieder 😀
1. Woher bekommst du das Weizenmehl (Type 1050)? Mahlst du das in deiner Getreidemühle oder geht das nicht, weil man mit der Mühle nur Vollkornmehl herstellen kann?
2. Warum muss der Teigling alle 30 min gefaltet und gedehnt werden, könnte man ihn nicht einfach in der Schüssel gehen lassen?
3. Klebt der sehr weich Teig nicht am Gärkorb fest, wenn man ihn 10 Stunden dort gehen lässt? Oder wird das durch die kühle Temperatur verhindert?

Vielen Dank schon mal im Voraus 🙂
LG Liselott

Antworten
Madam Rote Rübe 14. November 2018 - 15:01

Hallo Lieselott,
das Weizenmehl Type 1050 kaufe ich bei unserer Mühle, denn in meiner Getreidemühle erziele ich, wie du bereits richtig festgestellt hast, nur Vollkornmehl. Falls du Probleme hast, es zu bekommen, kannst du das Rezept auch nur mit Vollkornmehl backen, nimm etwa 2 g mehr Hefe hinzu. Natürlich ist es möglich, dass der Teig einfach in der Schüssel geht, aber er wird durch das mehrmalige Dehnen und Falten sehr viel lockerer und großporiger. Bisher klebte mein weicher Teig noch nie am Gärkorb fest, ob kühl oder warm gestellt, wichtig ist, dass er sehr gut bemehlt wird – vorzugsweise mit Kartoffelstärke, damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.
Viel Vergnügen beim Brotbacken.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Liselott 15. November 2018 - 7:18

Vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort!
LG

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