Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot mit Haferflocken – so saftig und köstlich

by Madam Rote Rübe
Madam Rote Rübe - Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot mit Haferflocken

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Topfbrote sind  Wunderbrote

Gelingsicher, saftig und köstlich. Probleme? Gibt es nicht bei Topfbroten. Und schon gar nicht bei diesem Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot mit Haferflocken. Selbst wenn du den Teigling dermaßen schief in den Topf hineinplumpsen lässt, wie mir das regelmäßig passiert. Uups! Oh nein, schon wieder schepp. Von Eleganz keine Spur. Heraus kommt stets ein köstliches Brot, ja, ein saftiges und lockeres reines Vollkornbrot, für viele köstliche Minuten gut.

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In dieses sind einige übrig gebliebene Pellkartoffeln hineingerutscht. Schließlich bewahren Kartoffeln hervorragend die Feuchtigkeit. Sie geben mit Haferflocken und Quark zusammen einen unschlagbaren Geschmack.

Ich stehe auf Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot mit Haferflocken. Magst du probieren?

Madam Rote Rübe - Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot mit Haferflocken

Backofengeeignet sind:

Du kannst eine höhere, runde Auflaufform mit Alufolie als Deckel nehmen, einen schweren Gusseisen-Topf * oder einen ofenfesten Keramiktopf. Ofenfest – das ist das Stichwort – muss er sein. Mit geschlossenem Deckel trocknet das Brot beim Backen nicht aus und geht prachtvoll auf. Und was ich bemerkt habe, nehme ihn nicht frisch und sauber aus der Spülmaschine, in ihm bleibt das Brot gerne hängen. Um das zu vermeiden, stäube ihn mit Mehl aus. Am besten sind die Töpfe, nur grob gereinigt, die stets wieder in den Ofen geschoben werden. Hier kannst du völlig auf das Einfetten oder Ausstäuben verzichten.

Das Brot lässt du nach dem Gehen im Gärkörbchen* in den heißen Topf gleiten. Und wie gesagt, mach dir nichts draus, wenn er nicht ganz so elegant hineingleitet. Die Achtsamkeit vor dem Topf ist hier wichtiger und angesagt, denn der Topf ist extrem heiß. Nun noch Deckel drauf und ab in den Ofen.

Madam Rote Rübe - Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot mit Haferflocken

Ab in die Kälte, ab in die Hitze

Am liebsten nehme ich Vollkornmehl für Topfbrote. Bisher wurde ich immer mit einer saftigen und feinporigen Krume belohnt. Der Teig lasse ich allerdings nicht hopplahopp gehen. Abends setze ich ihn an und lasse ihn bei Zimmertemperatur anspringen. Daraufhin parke ich ihn im Gärkörbchen, wo er in einem Plastikbeutel verschlossen, über Nacht im Kühlschrank das volle Korn aufschließen und seinen Geschmack entfalten kann. So eine kleine Ruhepause im Kühlschrank bewirkt Wunder.

Am nächsten Morgen heize ich den Ofen mit dem Topf vor. Etwa 45 Minuten dauert es, denn der Topf sollte durch und durch heiß werden. Nun darf der Teigling direkt aus dem Kühlschrank in den heißen Topf gleiten und ab geht es in den Ofen. Das ist der ganze Zauber.

Madam Rote Rübe - Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot mit Haferflocken

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Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot mit Haferflocken

Enthält Affiliate-Links zu Amazon.de. Topfbrote sind  Wunderbrote Gelingsicher, saftig und köstlich. Probleme? Gibt es nicht bei Topfbroten. Und schon gar nicht bei diesem Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot… Rezepte Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot mit Haferflocken – so saftig und köstlich European Drucken
Zutaten für: einen ofenfesten Topf mit dem Durchmesser von mindestens 20 cm und 12 cm Höhe
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Zutaten

Hauptteig:
400 g Weizenvollkornmehl
175 g Pellkartoffeln vom Vortag, gekocht
50 g Haferflocken
4 g Frischhefe
100 g Lievito madre aus dem Kühlschrank (festes Weizen-Anstellgut od. stattdessen 4 g Frischhefe zusätzlich)
150 g Magerquark
250-300 g Wasser oder Wasserkefir
14 g Meersalz
20 g milder Honig

Sonstiges:
Mehl zum Bestäuben des Gärkorbs
2 EL Haferflocken

So geht es

Pellkartoffeln schälen und fein reiben. Alle Zutaten für den Teig vermischen und mindestens 10 Minuten kneten. Je nach Feuchtigkeitsgehalt der Kartoffeln die Wassermenge anpassen. Es soll ein weicher Teig sein, der sich jedoch noch vom Teigrand löst.

Bei Raumtemperatur in einer Schüssel mit Deckel etwa 3 Stunden stehen lassen, um den Gärvorgang zu aktivieren. Dabei 3- mal jeweils nach einer Stunde falten und dehnen. Durch die mehrfache Dehnung und Faltung während der ersten Gare des ungeformten Teiges bekommt der Teig mehr Struktur und Straffe.

Beim dritten Mal den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche sanft dehnen und falten, dafür von allen Seiten den Teig hochziehen und zur Mitte hin falten. Den Teigling umdrehen und mit den Händen rundformen, drehend wird er seitlich zur Unterfläche hin leicht nach innen zu einer runden Form gedrückt. Dadurch erhält er eine gute Oberflächenspannung. In einen reichlich bemehlten und mit Haferflocken ausgestreuten Gärkorb* mit Schluss nach unten legen. Locker in einen Plastikbeutel hineinschieben und verschließen. Für 10 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen und einen backofengeeigneten Topf mit Deckel für eine Dreiviertelstunde mit erhitzen. Der Topf muss für das Backen nicht extra eingefettet werden.

Den heißen Topf herausholen und den Deckel abnehmen. Der Teigling wird nun sehr vorsichtig direkt aus dem Gärkorb aus dem Kühlschrank heraus in den sehr heißen Topf gestürzt. Achtung Verbrennungsgefahr! Jetzt ist der Schluss oben, damit der Teigling von alleine aufreißt. Keine Sorge, wenn der Teigling schief hineinrutscht, das ist nicht schlimm.

Den Deckel wieder auf den Topf geben und diesen in den mittleren Bereich des Backofens stellen. 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 200°C herunterregeln und nochmals 45 Minuten backen.

Das Brot sachte auf ein Kuchengitter stürzen und umdrehen, abkühlen lassen.

Tipp:
Ohne Anstellgut funktioniert dieses leckere Brot auch. Dafür das Anstellgut durch 4 g Frischhefe ersetzen und das Brot mit insgesamt 8 g Hefe backen.

Ein anderes sehr beliebtes Topfbrot findest du hier auf dem Blog: mein bequemes Lieschen-Vollkornbrot ohne Kneten. Von unzähligen Lesern bereits gebacken und für lecker gefunden.

Oder wie wäre es mit dem knusprigen Bauernstuben-Topfbrot mit Sauerteig, Sesam und Mohn?

Liebe Grüße aus der Brotbackstube

 

 

 

 


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16 Kommentare

margot s. 19. Februar 2019 - 9:17

Liebe Sigrid, das hört sich jetzt vielleicht seltsam an, aber es ist so: i
ich lese mir dieses Brotrezept durch und bekomme sofort ganz gute Laune :-). Ehrlich!!
Ich hatte zwar keine schlechte Laune vorher, aber irgendwie ist dieses Rezept für mich ein Wohlfühl-Rezept.
Danke und liebe Grüße,
Margot

Reply
Madam Rote Rübe 19. Februar 2019 - 14:52

Liebe Margot,
das klingt wunderbar und gar nicht seltsam, gewiss ist in diesem Rezept alles drin, was Dir gut tut und Dir deshalb den Tag verschönt. Und da Du gerne Brot backst, ist es nur verständlich – nicht von ungefähr pflegen wir unseren geliebten Back-Kosmos so gerne.
Ganz liebe Grüße
Sigrid

Reply
Angelika Bode 19. Februar 2019 - 10:36

Wieder ein besonders schönes Brot♥️ Das kann nur gut schmecken👍Meine Lieblingszutaten kombiniert….Haferflocken und Kartoffeln immer köstlich. So ein Brot schmeckt auch nach 2-3 Tagen getoastet genial knusprig(durch die Kartoffeln) Danke fürs Rezept, wird garantiert nachgebacken.

Reply
Madam Rote Rübe 19. Februar 2019 - 14:54

Liebe Angelika,
da freue ich mich direkt mit dir, denn mir geht es nicht anders bei dieser Kombination. Ein toller Tipp, das Brot zu toasten, hab vielen Dank dafür.
Liebe Grüße
Sigrid

Reply
Heidi 19. Februar 2019 - 14:39

Das Rezept liest sich wirklich gut. Ich liebe Brot. :))
Von daher wäre es schon meins 😉
LG heidi

Reply
Madam Rote Rübe 19. Februar 2019 - 14:55

Vielen lieben Dank, Heidi, Brot ist auch für mich ein Stück Lebenselixier.
Liebe Grüße
Sigrid

Reply
Charlotte Bex 19. Februar 2019 - 17:57

Hallo meine Liebe Sigrid……was für ein unglaublich interessantes Brot…..wo holst Du bloß immer diese Fülle an Ideen her…???…. ich bewundere Dein können…und natürlich Deinen lieben Ehemann….der das alles immer essen darf…mhhhhh
Ja, meine Liebe Kulinarische Seelenverwandte….auch ich liebe Brot über alles, oft reicht mir eine frisch gebackene Scheibe mit Marmelade am Nachmittag und schon ist meine süße Lust gestillt…-lach-
Ich sende Dir duftenden Brotgrüße….
Alles Liebe…Charlotte

Reply
Madam Rote Rübe 20. Februar 2019 - 11:03

Liebe Charlotte,
hab vielen Dank für Deine Worte und duftenden Brotgrüße, ich freue mich sehr darüber. Vor allem ist es ein einfaches Brot, gesund und lecker – wie schön, dass es Dir gefällt.
Liebe Grüße
Sigrid

Reply
CHRISTEL Derwanz 20. Februar 2019 - 20:07

Könnte ich auch Salzkartoffelreste verwenden?Danke

Reply
Madam Rote Rübe 21. Februar 2019 - 8:15

Hallo Christel,
ich sehe da kein Problem, das könnte ich mir auch gut vorstellen.
Liebe Grüße
Sigrid

Reply
Silke 5. März 2019 - 12:40

Hallo,
Könnte man das Brot auch ohne Topf backen?

Lg Silke

Reply
Madam Rote Rübe 5. März 2019 - 12:48

Liebe Silke,
wenn du das Brot ohne Topf backen möchtest, würde ich mit der Wasserzugabe etwas vorsichtiger sein. Dann kann es nach der Kühlschrankzeit aus dem Gärkörbchen direkt auf das heiße Blech gegeben und gebacken werden. Ein Versuch ist es bestimmt wert, nur mit der Lockerheit und Saftigkeit eines Topfbrotes wird es nicht ganz konkurrieren können.
Liebe Grüße
Sigrid

Reply
barbara keilhofer 10. März 2019 - 10:58

Es ist ein ungewöhnlich schmackhaftes leckeres aromatisches Weizenbrot. Danke für dieses tolle Rezept.

Reply
Madam Rote Rübe 10. März 2019 - 14:40

Hallo Barbara,
wie schön, dass es dir geschmeckt hat, hab vielen Dank für dein liebes Feedback zu meinem Brotrezept. Darüber freue ich mich riesig!
Liebe Grüße
Sigrid

Reply
Christina 13. März 2019 - 9:26

Hallo 🙂 das Rezept entwickelt sich gerade zu meinem Liebling – 2. mal ausprobiert diesmal mit Süsskartoffel – super gut gelungen obwohl ich mit Vollkorn bisher auf Kriegsfuss gestanden hab 🙂 DANKE für das Tolle Rezept

Reply
Madam Rote Rübe 13. März 2019 - 9:50

Oh, wie schön, gerne, da freue ich mich, liebe Christina, besser kann es ja nicht sein. Super, dass dir dieses Rezept den Zugang zu Vollkorn erleichtert. So ein leckeres Vollkornbrot hat was – und zwar vor allem viel Aroma.
Ganz liebe Grüße
Sigrid

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