Beste knusprig-saftige Weizenfocaccia mit italienischen Kräutern und Oliven

by Madam Rote Rübe

Viele Mythen ranken sich um das italienische Frühstücksbrot. Wer backte es zuerst? Was ist drin? Wie stellt man es her?
Dabei ist es ganz einfach. Für eine perfekte Focaccia brauchst du nur wenige Zutaten: Salz, Mehl, Wassser, Hefe und Olivenöl. Genau genommen 5 Stück und daraus backst du einen italienischen Hefeteigfladen, der der ältere, mollige Bruder unserer Pizza sein könnte. Die Focaccia erfreut uns luftiger und dicker vom Teig her, dabei ist sie außen goldbraun knusprig und innen durch die Zugabe von Olivenöl schön saftig. Eher spartanisch belegt, schmeckt die Focaccia perfekt aus der Hand zum Snacken, als Zwischenmahlzeit oder zum Grillen.

Auf den Teig kommt es an:
Lass dem Hefeteig Zeit und du hast den schmackhaftesten Teig ever. Traditionell stellten die Hausfrauen in Italien einen Vorteig mit einem kleinen Atom von Hefe her, der nach 1-2 Tage Ruhe verlangte. Diesen verlängerten sie mit Mehl und Wasser zu einem lockeren Brotteig, den sie erst nach längerem Gehenlassen zu Fladen formten – die italienischen Hausfrauen als Erfinder dieses knusprigen Spezialität müssen es ja wissen.

Und du schmeckst es. Sie hatten recht!!! Mit deutlich reduzierter Hefe in dem ausgesprochen weichen Teig entwickelt sich ein Aroma – zum Niederknien. Geschmack und Fluffigkeit sind hervorragend. Vor allem dann, wenn du die Focaccia mit relativ viel Vollkorn zubereitest – das Ergebnis ist saftiger und bekömmlicher. Es beweist: Geschmack braucht Zeit!

Wusstest du, dass der Hefeanteil nicht mehr als zwei Prozent des Mehlanteils ausmachen sollte? Übergären des Teigs, flache Brote und starkes Hefearoma ist die Folge von zuviel Hefe.
Weniger ist hier überhaupt mehr: Es genügt, wenn die fertig geformten Fladen mit Kräuter-Olivenöl bestrichen und nach Wunsch mit einigen Oliven belegt und dann ab in den Backofen geschoben werden. Der Garant für Knusprigkeit: so heiß wie möglich backen.

Weizenfocaccia mit italienischen Kräutern und Oliven

Viele Mythen ranken sich um das italienische Frühstücksbrot. Wer backte es zuerst? Was ist drin? Wie stellt man es her? Dabei ist es ganz… Aus der Brotbackstube Beste knusprig-saftige Weizenfocaccia mit italienischen Kräutern und Oliven European Drucken
Zutaten für: 2 Stück à ca. 500 g
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Zutaten

Vorteig:
100 g Weizenvollkornmehl
0,1 g Frischhefe (ca. Größe eines Reiskorns)
100 g Wasser 20°

Hauptteig:
Vorteig
150 g Weizenmehl Type 550 (od. insgesamt 475 g Weizenvollkornmehl)
325 g Weizenvollkornmehl
325 g Wasser, lauwarm
7 g Frischhefe
10 g Salz
15 g Olivenöl

Belag:
2 TL italienische Kräuter
3 EL Olivenöl
50 g Oliven
grobes Rosmarinsalz

So geht es

Für den Vorteig die Hefe im Wasser gründlich auflösen und beides mit dem Weizenvollkornmehl vermengen. Bei Zimmertemperatur 12-20 Stunden stehen lassen, bis der Vorteig sich vom Volumen deutlich vergrößert hat und mit sichtbaren Bläschen durchzogen ist.

Alle Zutaten für den Hauptteig in der Küchenmaschine 15 Minuten zu einem weichen Teig gut durchkneten, etwa 60-90 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen, zwischendurch einmal mit einer Teigkarte zusammenfalten.
Den Teig halbieren und die Stücke auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche mit bemehlten Händen rundwirken, mit einem nassen Tuch bedecken und nochmals 1 Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Mit den Fingern zwei große Fladen formen, indem der Teig auf eine Teigdicke von gut 1-1,5 cm heruntergedrückt wird, diese auf zwei eingefettete oder mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und bis zu 60 Minuten zugedeckt gehen lassen.

Olivenöl mit den italienischen Kräutern verrühren und auf die Teigplatten streichen, Oliven in Scheiben schneiden, auf den Kräutern verteilen. Grobes Salz darüberstreuen.

Währenddessen den Backofen auf 250°C Umluft erhitzen und beide Focaccia mit Dampf in ca. 15-20 Minuten goldbraun backen. In den letzten Minuten sorgfältig im Auge behalten, jeder Backofen backt anders.

Tipp:
Vielleicht schaffst du es, nachdem die Fladen geformt sind, mit dem Finger in regelmäßigen Abständen Vertiefungen in den Teig zu drücken. Sinn und Zweck: Das Olivenöl wird hineingeträufelt und zieht in die Focaccia ein. Bei mir gingen die Focaccia jedoch herrlich schnell auf und schwupp waren die Vertiefungen wieder verschwunden.

Probiere es aus, du wirst es lieben. Gesund, sättigend und richtig lecker.

Buon Appetito!

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14 Kommentare

Margot Spahl 8. Juli 2017 - 5:31

Ich bin begeistert! Danke für das Rezept für den "älteren, molligen Bruder unserer Pizza …" und für die wunderschönen Fotos dazu. Liebe Nordsee-Grüße, Margot

Antworten
Madam Rote Rübe 8. Juli 2017 - 6:10

Liebe Margot,
ganz vielen Dank für deinen netten Kommentar. Toll, dass es dir so gut gefällt, und wahr, es ist total lecker.
Liebe Grüße an dich und die Nordsee
Sigrid

Antworten
Krisi 8. Juli 2017 - 11:39

Liebe Sigrid, ich bekomme ja nie genug von deinen Brotkreationen. Die sehen alle so lecker und wie frisch vom Bäcker aus. Hättest du eine Bäckerei, ich würde nur von dir Brot kaufen=) Und diese Focaccio, mhhh mit den italienischen Kräutern, ich kann es förmlich riechen! Sieht sehr lecker aus!
Liebe Grüsse,
Krisi

Antworten
Madam Rote Rübe 8. Juli 2017 - 12:47

Liebe Krisi,
jetzt fühle ich mich aber geehrt, vielen Dank – wie schön, dass ich dir Appetit gemacht habe.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Patce's Patisserie 9. Juli 2017 - 7:29

Dein Foccacio sieht herrlich aus! Das kann man bestimmt auch pur so wegmümmeln. Und prima, dass man mit so wenig Zutaten so ein tolles Ergebnis erzielen kann 🙂

Liebe Grüße,
Patricia

Antworten
Madam Rote Rübe 9. Juli 2017 - 8:37

Vielen Dank, liebe Patricia, Du hast ja soooo recht, pur oder als Beilage, wir lieben es.
Mit einem herzlichen Gruß
Sigrid

Antworten
Vanillelust 9. Juli 2017 - 15:08

Hallo meine Brot Kaiserin……Ja wirklich, ich kann mich Krisi nur anschließen, hättest Du eine Bäckerei mit Internet Shop…ich wäre wohl Deine beste Kundin!!!!! Deine Brote sind wirklich perfekt, da ich eine unglaubliche gute Vorstellungsgabe habe…-lach- kann ich sie förmlich schmecken!!!!
Doch es ist wirklich die Hingabe mit der Du die Brote und Gebäckstücke herstellst um den perfekten Geschmack zu erzielen…..ich wünsche mir noch ganz viele Deiner Köstlichkeiten und am allerliebsten wünsche ich mir ein schönes gemütliches Picknick, denn bei aller guten Vorstellungsgabe, ist mit die Realität doch am liebsten…..
Alles Liebe….Charlotte

Antworten
Madam Rote Rübe 10. Juli 2017 - 7:06

Ja, vielen Dank, ja, ja, das wäre schön, liebe Charlotte, ein Picknick im Grünen, mit Blick auf die Berge, ein Gebirgsbach rauscht gurgelnd an uns vorbei, ein Summen in der Luft, die Sonne lacht – und wir schnabulieren alles aus dem herrlich gefüllten Korb, den wir beide bestückt haben. Kann es noch schöner sein?
Erfüllende Träume…..
Sigrid

Antworten
Claudia 10. Juli 2017 - 3:23

Liebe Sigrid,
das klingt super lecker und das werde ich zum Grillen bei der Einweihen vom neuen Grill backen :O)
Hab einen guten Start in eine schöne neue Woche!
♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

Antworten
Madam Rote Rübe 10. Juli 2017 - 7:10

Fantastisch, liebe Claudia, das freut mich und ich bin jetzt bereits gespannt, wie es Euch munden wird.
Auch Dir eine wunderschöne Woche,
herzlichst
Sigrid

Antworten
Kochen mit Diana 10. Juli 2017 - 8:35

Liebe Sigrid, wieder mal eine tolle Brotkreationen. Focaccia steht nun auch bei mir seit Ewigkeiten auf der To-Do Liste. Es wird mal wirklich Zeit eine zu backen, vor allem wenn ich das Ergebnis bei dir sehe.
LG, Diana

Antworten
Madam Rote Rübe 10. Juli 2017 - 17:14

Oooh, vielen Dank, liebe Diana, wie schön, dass ich dich positiv an deine To-Do Liste erinnert habe – auf deine Variante bin ich schon neugierig.
Liebe Grüße
Sigrid

Antworten
Andrea 12. August 2018 - 20:07

Liebe Sigrid,
heute das Rezept bekommen und gerade schon gegessen. Hat suuuuuper lecker geschmeckt. Mach ich jetzt garantiert öfter. Allerdings hatte ich wieder das Problem mit der Trockenhefe. Frischhefe wird hier immer schlecht, geht also nicht. Aber versuch mal 0,03g Trockenhefe abzuwiegen. Das war sogar der Feinwaage zu fipsig 😉
Hat aber trotzdem geklappt.
Ganz lieben Dank für das schöne Rezept,
Andrea

Antworten
Madam Rote Rübe 12. August 2018 - 21:51

Liebe Andrea,
wow, das klingt ja klasse. Vielen Dank für die nette Rückmeldung, ich freue mich, dass es euch geschmeckt hat. Bei mir ist es umgekehrt, ich backe nur mit Frischhefe, ehrlich gesagt, ich bin überrascht, dass die Trockenhefe dermaßen gut funktioniert hat. Umso besser – und du bist glücklich – das ist klasse.
Liebe Grüße
Sigrid

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